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Aktuelles

Veranstaltungen

Die Universität zu Köln ist sehr alt und zugleich relativ jung. Wie ist das möglich?

Die Kölner Universität ist im Jahre 1388 als zweitälteste in Deutschland (nach Heidelberg 1386) und als älteste von einer Stadt ins Leben gerufene Universität gegründet worden. Davor gab es in Köln schon seit 1248 sogenannte Generalstudien, die man als Vorläufer eines Universitätsstudiums bezeichnen kann. Albertus Magnus, einer der großen Wissenschaftler seiner Zeit, lehrte in Köln in diesem Rahmen. Im 15. und 16. Jahrhundert erlebte die Kölner Universität einen raschen und bedeutsamen Aufschwung. Zu den vier Gründungsfakultäten (Theologie, Jurisprudenz, Medizin und Artisten-Fakultät) gehörte auch die juristische Fakultät mit 166 eingeschriebenen Studenten und elf Professoren. Der Begriff Universität leitet sich ab von der Bezeichnung „universitas magistrorum et scholarium“ (= Gemeinschaft der Lehrer und Schüler). Die Entwicklung begann im 13. Jahrhundert mit den Gründungen in Bologna, Paris, Oxford, Montpellier, Perugia, Cambridge und Salamanca.

Mit dem Einzug der französischen Truppen in Köln am 6. Oktober 1794 nahte das Ende der alten Kölner Universität. 1798 wurde sie nach französischem Vorbild in eine „Zentralschule“ umgewandelt. 1805 genehmigte Napoleon für Köln eine „Sekundarschule zweiten Grades“, die man freilich nicht als Universität bezeichnen konnte. Nach 1815 kam es nicht zur Wiedereröffnung der Kölner Universität, weil die preußische Regierung der Neugründung in Bonn den Vorzug gab.

Im 19. Jahrhundert fehlte es nicht an Kölner Initiativen zur Neubegründung der Universität. Diese Bemühungen fanden jedoch bei staatlichen Stellen keine Unterstützung. So bildete sich im Kölner Bürgertum eine starke Bewegung, Köln wieder zu einem Zentrum der Wissenschaft zu machen. Im Jahre 1901 wurde eine städtische Handelshochschule gegründet, im Jahre 1904 eine Akademie für praktische Medizin und im Jahre 1912 die Hochschule für kommunale und soziale Verwaltung. Dem seit 1917 im Amt befindlichen Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer (1876 - 1967) gelang es schließlich im Jahre 1919, die allein aus Mitteln der Stadt finanzierte neue Universität aus der Taufe zu heben (Beschluss der Stadtverordneten vom 20. März 1919; akademische Gründungsfeier am 20. Juni 1919).

Daher kann die Universität zu Köln im Jahre 2019 ihr 100-jähriges Bestehen als eine sehr alte und zugleich relativ junge Universität feiern. Das Jubiläumsprogramm sieht eine ganzjährige Vortragsreihe („Universität in Kölner Häusern“) sowie zwei große Ausstellungen („100 Jahre Neue Universität zu Köln“) in der Universitätsbibliothek und im Kölner Stadtarchiv vor (7. Mai bis 30. Oktober 2019), ferner eine Fülle von Einzelveranstaltungen vom Karneval über das Frauenstudium, den Science Slam Contest, ein Sommerkonzert, den UniLauf, ein UniFestival und ein Jubiläumskonzert in der Kölner Philharmonie sowie vieles mehr.
Die Rechtswissenschaftliche Fakultät wird im Rahmen der genannten Vortragsreihe "Universität in Kölner Häusern powered by KWR" insgesamt sieben Vorträge anbieten, die von historischen und völkerrechtlichen Aspekten über Kunst und Recht sowie Sport und Recht bis hin zu den Herausforderungen durch die Digitalisierung und das Weltraumrecht reichen:

Das gesamte Programm der Universität zu Köln im Jubiläumsjahr finden Sie unter https://100jahre.uni-koeln.de/jubilaeum/.

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hanns Prütting

Basierend auf der Betreuung einer großen Anzahl juristischer Dissertationen im Bereich des Internationalen Strafrechts (einschließlich des Europäischen Strafrechts) ist Aufgabe dieser Veranstaltung, bei DoktorandInnen ein Bewusstsein für die besonderen Probleme des Internationalen Strafrechts zu wecken und die Strategien für den erfolgreichen Einstieg bereitzustellen.

Veranstaltungszeit: Donnerstag, 23.10.2019, 16.30 - 17.30 Uhr

Veranstaltungsort: Alter Senatssaal

Anmeldung und weitere Informationen unter http://www.gs.jura.uni-koeln.de/18146.html

Das Institut für ausländisches und internationales Strafrecht lädt ein zur Gesprächsreihe Internationales Strafrecht. Der Diskussionsvortrag „Verstümmelung weiblicher Genitalien" findet am 23.10.2019 um 18:30 Uhr im Alten Senatssaal statt und umfasst eine rechtsvergleichende Bestandsaufnahme der Strafvorschriften und der Strafverfolgungspraxis in Deutschland und Australien.

Frau  Dr. Kerstin Braun, Senior lecturer an der School of Law der University of Southern Queensland, und Prof. Dr. Martin Böse, Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht und Strafprozessrecht sowie Internationales und Europäisches Strafrecht an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, werden einen Überblick über die Umsetzung der einschlägigen völkerrechtlichen Vorgaben in Australien und Deutschland und die Probleme bei der praktischen Anwendung der neuen Strafvorschriften geben.

Weitere Informationen finden Sie auf der Aktuelles-Seite des Instituts. Ihre Anmeldung sowie Rückfragen richten Sie bitte an internationales-strafrecht(at)uni-koeln.de.

Am Freitag, dem 25.10.2019 wird um 19:00 Uhr in Hörsaal VIIb der Vortrag  „Die Verteidigung in Wirtschaftsstrafverfahren – Ein Einblick in die Strafrechtspraxis  stattfinden. 
Die Anwälte Dr. Ingo Bott und Dr. Maximilian Kohlhof möchten den Zuhörern folgende Fragen beantworten: 

  • Wozu dient und wie funktioniert Strafverteidigung „im wahren Leben“? Was kann, soll und will Strafverteidigung eigentlich leisten? 
  • Wie denkt und arbeitet die Strafverteidigung, worin besteht der Unterschied zwischen klassischer Strafverteidigung und Verteidigung in Wirtschaftsstrafverfahren? 
  • Wie entwickelt sich die Arbeit im Mandat? Was ist zu beachten? 
  • Wann gewinnt die Verteidigung einen Fall – und wie fühlt sie sich dabei?

Ihnen kommt es dabei darauf an, den Zuhörern aufzuzeigen, wie die Theorie des Studiums in der alltäglichen Strafrechtspraxis Eingang findet. 

Zu diesem Vortrag lädt Herr Prof. Dr. iur. utr. Dr. h.c. Waßmer vom Institut für Strafrecht und Strafprozessrecht für alle Interessierten herzlich ein.

Weitere Informationen finden Sie unter https://www.iss.uni-koeln.de/14792.html. Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an ls-wassmer(at)uni-koeln.de.

Die 48. Energierechtliche Jahrestagung widmet sich dem Thema "Zukunft der Verteilernetze - Verteilernetze der Zukunft". Die Veranstaltung findet am 31. Oktober 2019 von 9:00 Uhr bis 17:30 im Neuen Senatssaal, Hauptgebäude der Universität zu Köln statt.

Um eine Anmeldung mit dem entsprechenden Formular bis zum 11.10.2019 wird gebeten.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Instituts für Energiewirtschaftsrecht.

Am Mittwoch, dem 6. November 2019 findet um 16.00 Uhr im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Praxis im Hörsaal“ eine Podiumsdiskussion zum drohenden Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union (Brexit) statt. Auf Einladung von Jun.-Prof. Scheu besuchen Gäste aus der Rechtspraxis die Vorlesung Vertiefung Europarecht und berichten über die Folgen des Brexit aus anwaltlicher, kommunaler und unternehmerischer Perspektive. Die Veranstaltung findet im Hauptgebäude der Universität (Hörsaal XIII) statt.

Als Ansprechtpartner steht Ihnen das International Investment Law Centre Cologne zur Verfügung.

Das Institut für osteuropäisches Recht und Rechtsvergleichung der Universität zu Köln nimmt im Wintersemester 2019/20 vom 12.11. bis 15.11.2019 am 16. International Students Seminar „Role of the judiciary in a modern democratic society” teil. Im Anschluss an die vergangene 15. Ausgabe an der Kenyatta Universität, School of Law in Nairobi, findet das Seminar dieses Jahr an der Universität Vilnius in Litauen statt.

Das International Students Seminar ist eine seit 2004 bestehenden Seminarreihe, die gemeinsam von den rechtswissenschaftlichen Fakultäten der Universitäten in Köln, Łódź (Polen), Pécs (Ungarn), Vilnius (Litauen), Nairobi (Kenia) und Moskau (Russland) veranstaltet wird. Die Seminarsprache ist Englisch. Von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird neben der Erstellung eines Papers erwartet, dass sie einen ca. 15- bis 20-minütigen Vortrag in englischer Sprache halten, die im Anschluss an die/den Vortragenden gerichteten Fragen beantworten und sich an den Diskussionen beteiligen. Die Veranstalterinnen und Veranstalter und das Institut für osteuropäisches Recht und Rechtsvergleichung unterstützen die Teilnehmenrinnen und Teilnehmer mit einem finanziellen Zuschuss zu den Reisekosten, Unterkunft und Verpflegung vor Ort.
Aufgrund der wenigen freien Plätze werden die Teilnehmenrinnen und Teilnehmer durch das Institut für osteuropäisches Recht direkt ausgewählt. Eine Teilnahme ist fortgeschrittenen Studierenden und Doktorandinnen und Doktoranden möglich. Studierende oder Doktorandinnen und Doktoranden, die Interesse daran haben, die Universität zu Köln zu repräsentieren sowie Teil einer qualitativ hochwertigen internationalen Veranstaltung zu sein, werden gebeten eine kurze Bewerbung per E-Mail einreichen.

Weitere Informationen, insbesondere zur Anmeldung, erhalten Sie hier.

Nach der positiven Resonanz der letztjährigen Tagungen soll in diesem Jahr das nunmehr dritte von Prof. Dr. Roman Inderst (Goethe Universität Frankfurt), Prof. Dr. Christoph Thole, Dipl-Kfm. (Universität zu Köln) und Prof. Dr. Stefan Thomas (Eberhard Karls Universität Tübingen) gemeinsam veranstaltete Symposium die Schnittmengen zwischen dem Kartellrecht bei Kartellschadensersatzklagen und dem Zivilverfahrensrecht sowie Schiedsverfahrensrecht ausloten. Im Vordergrund stehen wieder aktuelle Fragen und Erfahrungen. Die Veranstaltung richtet sich an Praktiker aus den Bereichen des Kartellrechts und der Prozessführung/Litigation, an Angehörige von Hochschulen, Richterschaft, Unternehmen und Behörden. Sie soll einen Austausch über Probleme im Grenzbereich von materiellem Recht und Prozessrecht ermöglichen.
Am Nachmittag wird sich das Programm erstmals rechtsvergleichend anderen Jurisdiktionen zuwenden. Dieses englischsprachige Panel wird sich mit den Niederlanden, dem UK und Finnland befassen. Diese drei Rechtsräume haben durch erhebliches Fallaufkommen und durch bedeutende Entscheidungen wichtige Impulse für die europäische Rechtsentwicklung gesetzt.

The 3rd Symposium on Procedural Aspects of Private Antitrust Damages takes place on November 15th 2019 in Cologne. After the success of the two previous events, the agenda of the upcoming conference, again, focuses on latest developments and experiences in the field of private antitrust enforcement. The afternoon panel will specifically address the situation in other important European jurisdictions. We will have speakers on Finland, the Netherlands and the United Kingdom. These jurisdictions bear a significant caseload and have contributed to European developments by landmark decisions.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Um verbindliche Anmeldung bis zum 31.10.2019 wird gebeten.
Please note that the number of participants is limited. Please sign up for the event until October, 31st 2019.

Weitere Informationen finden Sie unter | For further information please visit www.verfahrensrecht.jura.uni-koeln.de . Fragen richten Sie bitte an | Please address enquiries to elke.huebner(at)uni-koeln.de.

Der Verein zur Förderung des Instituts für Strafrecht und Strafprozessrecht lädt am 19. November 2019 zu einem öffentlichen Vortrag zum Thema "Nationalsozialistisches Strafrecht" ein. Der Vortrag erläutert anhand von Schriften bedeutender Strafrechtler die wesentlichen Elemente des NS-Strafrechts und weist Kontinuitäten bis in die heutige Zeit nach.

Der Vortrag wird um 19 Uhr im Neuen Senatssaal (Hauptgebäude) der Universität zu Köln stattfinden. Im Anschluss können die begonnenen Diskussionen bei einem Umtrunk vor den Räumlichkeiten des Instituts in entspannter Atmosphäre weitergeführt werden.

Als Ansprechtpartner steht Ihnen das Institut für Strafrecht und Strafprozessrecht zur Verfügung.

Thema: Legal-Tech-Dienstleistungen - Chancen und Risiken für den Anwaltsberuf

Am 22. November 2019 findet das diesjährige Symposium des Instituts für Anwaltsrecht zum Thema "Legal-Tech-Dienstleistungen - Chancen und Risiken für den Anwaltsberuf" statt.

Die Online-Anmeldung zur Veranstaltung ist ab sofort möglich.