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Aktuelles

Nachrichten

DAV Jura-Slam 2019

Konstantin Hartwig gewinnt das Finale des Jura-Slam 2019

Konstantin Hartwig von der Universität zu Köln hat am 26.11.2019 in Berlin den Jura-Slam 2019 des Deutschen Anwaltvereins e.V. gewonnen.

Beim Jura-Slam des DAV werden Nachwuchsjuristinnen und -juristen zu Slammern und präsentieren einen juristischen Sachverhalt oder ihr eigenes Forschungsthema nachvollziehbar, unterhaltsam und mit einem Augenzwinkern. Das Finale 2019 fand zum bereits zum vierten Mal statt und begeisterte das junge Publikum.

Konstantin Hartwig hatte bei dem Kölner Vorentscheid am 10.10.2019 den ersten Platz belegt und sich damit für das Finale im berühmten SO36 in Berlin-Kreuzberg qualifiziert. Dort war das Publikum die Jury und kürte den Kölner Studenten zum Sieger des Abends.

Die Fakultät gratuliert Konstantin Hartwig herzlichst zu seinem Erfolg!

Prof. Dr. Dr. hc. Barbara Dauner-Lieb

Auszeichnung mit dem ersten Landeslehrpreis des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft NRW

Frau Professor Dauner-Lieb erhält den Landeslehrpreis Nordrhein-Westfalen in der Kategorie Lehre an Universitäten. Die Landesregierung ehrt sie damit für ihre jahrzehntelange unermüdliche Arbeit in der Lehre und Rechtsdidaktik und würdigt ihr bisheriges Lebenswerk. Der Lehrpreis ist mit 50.000 Euro dotiert, die wiederum in die Weiterentwicklung der Lehre fließen werden.

Frau Professor Dauner-Lieb ist seit dem Wintersemester 2000 Inhaberin des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht und Europäische Privatrechtsentwicklung. Seitdem hat sie die Rechtslehre an der Fakultät geprägt und vielen Generationen von Studierenden einen besonderen Zugang zur Rechtswissenschaft eröffnet. Sie half maßgeblich das fakultätseigene und bundesweit einzigartige Examensrepetitorium aufzubauen und prägt dieses seit vielen Jahren als Leiterin des Hauptkurses Zivilrecht. Sie gründete das Projekt "Recht Aktiv" und das Kompetenzzentrum für juristisches Lernen und Lehren. Unter anderem forschen diese zur Rechtsdidaktik, unterstützen die Studierenden beim Studienstart und im Studienverlauf mit Veranstaltungen und Vorträgen (etwa die Propädeutika für Erstsemester, wie man eine juristische wissenschaftliche Arbeit verfasst u.v.m.) und bieten die Möglichkeit der Teilnahme an einem jährlichen Moot Court. Bis zum Sommersemester 2018 hielt Frau Dauner-Lieb außerdem jährlich die Einführungsvorlesung für Erstsemester im BGB AT/Schuldrecht AT, welche sie nunmehr an ihre jüngeren Kollegen abgegeben hat. Im September 2019 wurde Frau Dauner-Lieb zur Vorsitzenden der Deutschen Zivilrechtslehrervereinigung gewählt.

In einem am 19.11.2019 begangenen Festakt würdigte das Kultur- und Wissenschaftsministerium Hochschullehrende in insgesamt fünf Kategorien. „Gute Lehre ist entscheidend für den Studienerfolg. Sie animiert zum Diskurs, zu Neugier und zur Freude am Experiment. Mit dem Landeslehrpreis ehren wir heute fünf engagierte Lehrende, die Studierende in Nordrein-Westfalen mit besonderen Formaten und neuen Ideen begeistern – und wichtige Impulse zur Weiterentwicklung der Hochschullehre geben“, sagte Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen bei der Preisverleihung in der Akademie der Wissenschaften und Künste. „Die Preisträgerinnen und Preisträger haben den Mut, neue Wege zu gehen und sind wichtige Vorbilder für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Mit dem Landeslehrpreis möchte die Landesregierung ihre herausragenden Leistungen würdigen und sichtbar machen.“

Die Fakultät gratuliert Frau Professor Dauner-Lieb herzlichst zu dieser Auszeichnung!

Prozessrechtsfragen bei Kartellschäden

Tagungsbericht zum 3. Symposium „Prozessrechtsfragen bei Kartellschäden“

Das nunmehr dritte Symposium zum Thema „Prozessrechtsfragen bei Kartellschäden“ fand in diesem Jahr am 15.11.2019 im Neuen Senatssaal der Universität zu Köln unter der Leitung von Prof. Dr. Christoph Thole (Institut für Verfahrensrecht und Insolvenzrecht, Universität zu Köln) zusammen mit Prof. Dr. Stefan Thomas (Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Handels- und Wirtschaftsrecht, Wettbewerbs- und Versicherungsrecht, Universität Tübingen) und Prof. Dr. Roman Inderst (Lehrstuhl für Finanzen und Ökonomie, Universität Frankfurt) statt.

Wie in den Jahren zuvor befasste sich die Tagung auch dieses Mal mit materiellrechtlichen sowie prozessualen Fragen von Kartellschadensersatzklagen. Durch die in Teilen divergierende Rechtsprechung und den mittlerweile veröffentlichen Referentenentwurf zur 10. GWB-Novelle erweist sich diese Thematik nach wie vor als besonders aktuell. Im Unterschied zu den vorangegangenen Symposien konnten durch Vorträge von Rechtsanwälten aus den Niederlanden, England und Finnland auch erstmals rechtsvergleichende Aspekte in die Diskussion einbezogen werden. Eine erfreuliche Zahl von über 100 Anmeldungen zeigte das deutliche Interesse an dieser Tagung.

Den Anfang machte, nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Christoph Thole, der Vortrag von Dr. Wolfgang Deselaers (Cleary Gottlieb Steen & Hamilton LLP, Köln) zum Thema „Schadensersatzrechtliche Fragen des Informationsaustauschs“, in dem er die Unterschiede zwischen „bloßem“ Informationsaustausch und Hardcore-Kartellen herausstellte. Im Anschluss hieran widmete sich Prof. Dr. Roman Inderst in seinem Referat den komplexen Fragen des Schadensnachweises in Fällen außerhalb klassischer Preis-, Mengen- oder Gebietsabsprachen. In seinem Referat zeigte Prof. Dr. Christoph Thole die Schwierigkeiten auf, die materiellrechtlichen Anforderungen des GWB an einen Schadensersatzanspruch und dessen prozessuale Durchsetzung mit den Regelungen der ZPO in Einklang zu bringen. Am Mittag führte der Vortrag von Prof. Dr. Meinrad Dreher (Universität Mainz) schließlich in vergaberechtliche Problemstellungen ein, wie beispielsweise das Aufeinandertreffen der sog. vergaberechtlichen Selbstreinigung und kartellrechtlicher Schadensersatzklagen mit entsprechenden Informationsbegehren.

Den Abschluss bildete ein von Prof. Dr. Stefan Thomas moderiertes englischsprachiges Panel, das sich mit den nationalen Rechtssystemen anderer Länder befasste und damit rechtsvergleichende Impulse setzte. Die Referate von Onno Brouwer (Freshfields Bruckhaus Deringer LLP, Brüssel) zur Situation in den Niederlanden, Oliver E. Browne (Latham Watkins LLP, London) zu den Tendenzen im Vereinigten Königreich und Sari Hiltunen (Castrén Snellman Attorneys Ltd, Helsinki) zu kartellrechtlich relevanten Fällen in Finnland zeigten wichtige Ansätze für eine Weiterentwicklung auch des deutschen Kartellrechts auf.

Die Veranstaltung war auch dieses Jahr wieder durch lebhafte und ertragreiche Diskussionen zwischen Referenten und Zuhörern geprägt.

Ausführlichere Informationen zur Tagung finden Sie übrigens unter http://www.verfahrensrecht.jura.uni-koeln.de/. Rückfragen können Sie an elke.huebnerSpamProtectionuni-koeln.de richten.

Prof. Dr. Dr. h.c. Dr. h.c. Claus Kreß, LL.M. (Cam­bridge)

Vorsitzender des Ausschusses "Use of Force" der International Law Association

Herr Professor Kreß hat gemeinsam mit seiner russischen Kollegin, Professor Vera Rusinova, den Vorsitz des Ausschusses zum völkerrechtlichen Gewaltverbot der International Law Association übernommen. Das Mandat des Ausschusses betrifft das Thema „Military Assistance on Request“.

Die Fakultät gratuliert Herrn Professor Kreß herzlich zu seinem neuen Amt!

Digitale Lernhilfen für Jura-Studierende

Die Rechtswissenschaftliche Fakultät hat einen Ilias-Ordner mit digitalen Lernhilfen entwickelt.

Neben praktischen Lerntools zur Wissensvertiefung und -anwendung enthält die Seite auch interaktive Hilfestellungen zum Einüben des juristischen Gutachtenstils sowie Hinweise zum Verfassen einer juristischen Hausarbeit. Außerdem bietet diese Seite allen Jura-Studierenden einen Überblick über die Vorlesungsaufzeichnungen der Rechtswissenschaftlichen Fakultät.

Den Ilias-Ordner finden Sie hier.

Frau Professor Dauner-Lieb zur Vorsitzenden der Zivilrechtslehrervereinigung gewählt

Frau Professor Dauner-Lieb wurde am 24. September 2019 zur Vorsitzenden der Deutschen Zivilrechtslehrervereinigung gewählt. Damit ist sie die erste Frau an der Spitze einer europäischen Rechtslehrervereinigung überhaupt.

Die Zivilrechtslehrervereinigung e.V. vereinigt die auf allen Gebieten des Privatrechts tätigen Hochschullehrer an deutschsprachigen Universitäten. Ihre Tätigkeit dient der wissenschaftlichen Durchdringung und Fortentwicklung des Bürgerlichen Rechts und der privatrechtlichen Sondermaterien im deutschsprachigen Raum verbunden mit zunehmend internationaler und interdisziplinärer Arbeitsweise.

Die Fakultät gratuliert Frau Professor Dauner-Lieb herzlich zu ihrem neuen Amt!

"Energierecht Plus" über die Universitäts- und Stadtbibliothek verfügbar

Das Datenbankmodul "Energierecht Plus" ist nun über die Universitäts- und Stadtbibliothek verfügbar. Das Modul deckt den öffentlich- und privatrechtlichen Ordnungsrahmen der Energiewirtschaft ab. Die Datenbank behandelt auch energiewirtschaftliche Zusammenhänge und energiepolitische Zielsetzungen. Möglich wurde die Bereitstellung durch den Verein zur Förderung des Instituts für Energiewirtschaftsrecht.

Das Rechtshaus - neuer Ort & neuer Name

Die Einrichtung ist nun unter dem neuen Namen "Haus des internationalen Rechts" zu finden.

Im April 2019 sind die Institute des Rechtshauses inklusive ihrer gemeinsamen Bibliothek in die Sibille-Hartmann-Str. 2-8 (Gebäude 415) nach Köln-Zollstock gezogen.
Seit September 2019 ist das Institut für ausländisches und internationales Strafrecht wieder mit den übrigen Instituten des ehemaligen Rechtshaus am neuen Standort vereinigt.

 

 

Die gemeinsame Bibliothek der Institute mit ihrem Lesesaal und den Gruppenarbeitsräumen ist von

Montag bis Freitag
von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr

für Sie geöffnet.

Wir heißen Sie im neuen Gebäude herzlich willkommen!

Weitere Informationen zum "Haus des internationalen Rechts" finden Sie hier.

Führende HR-Köpfe 2019

Kölner Arbeitsrechtler in die "HR Hall of Fame" aufgenommen

Die aktuelle Ausgabe des personal.magazin von Haufe präsentiert die 40 führenden Köpfe aus dem HR- Bereich des Jahres 2019.

Die Auswahl der Meinungsführerinnen und Meinungsführer geht dabei zurück auf eine eigene Recherche der Redaktion. Dafür wurden einschlägige Kommissionen, Wettbewerbe und Gremien akribisch analysiert.

Diejenigen Persönlichkeiten, die sich durch jahrzehntelanges Engagement im Personalwesen verdient gemacht haben, wurden durch die Aufnahme in die HR Hall of Fame besonders geehrt. Zu diesen „führenden Köpfen“ gehören auch die Professoren unserer Rechtswissenschaftlichen Fakultät, Herr Prof. Dr. Martin Henssler und Herr Prof. Dr. Dr. h.c. Ulrich Preis.

Herr Professor Henssler - Der Brückenbaumeister - wird insbesondere für seine Arbeiten in Schnittstellenbereichen hervorgehoben. So fokussiert der Direktor des Instituts für Arbeits- und Wirtschaftsrecht unserer Fakultät nicht nur Themen wie die betriebliche Altersvorsorge, sondern fungiert auch als Bindeglied zwischen Wissenschaft, Praxis und Politik. Letztere unterstützte der Bundesverdienstkreuzträger bereits in seiner Rolle als Sachverständiger in Gesetzgebungsverfahren. Zudem profitierte unsere Fakultät von seinem Engagement als Prorektor für Planung und wissenschaftliches Personal. Insgesamt gibt Herr Professor Henssler mit seiner Forschung und seinen Projekten wichtige Impulse für das deutsche und europäische Arbeitsrecht und gestaltet dadurch die Zukunft des HR-Wesens mit.

Als Die Instanz ist Herr Professor Preis, amtierender Dekan und Direktor des Instituts für deutsches und europäisches Arbeits- und Sozialrecht unserer Fakultät, einer der Meinungsführer im Arbeitsrecht. So prägte Herr Professor Preis das Fachgebiet durch zahlreiche Gutachten, Kommentierungen und seinen Einfluss bei Gesetzesvorhaben. Sogar das höchste deutsche Arbeitsgericht greift bei grundlegenden Fragen auf die Veröffentlichungen von ihm zurück. Auch durch seine Forschung zum Arbeitnehmerbegriff und zum besonders aktuellen Thema der Einbeziehung von Selbstständigen in die Rentenversicherung hat unser Kölner Professor maßgeblichen Einfluss auf die Zukunft des Personalwesens.

Wir sind stolz, wegweisende Köpfe des Personalwesens in den Reihen unserer Fakultät zu haben, und gratulieren Herrn Professor Henssler und Herrn Professor Preis sehr herzlich zu dieser Auszeichnung!

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Forum Energierecht

Der neue Leitfaden zur Missbrauchsaufsicht in der Stromerzeugung.

Am 3. Juni 2019 fand der erste gemeinsame Workshop des Düsseldorfer Instituts für Energierecht (DIER) und des Instituts für Energiewirtschaftsrecht der Universität zu Köln (EWIR) im Haus der Universität in Düsseldorf statt. Anlass war die vom 20. März bis 20. Mai 2019 dauernde Konsultation der Entwurfsfassung des Leitfadens für die kartellrechtliche und energiegroßhandelsrechtliche Missbrauchsaufsicht im Bereich Stromerzeugung/-großhandel von Bundeskartellamt (BKartA) und Bundesnetzagentur (BNetzA).

Nach der Begrüßung durch die Direktorin des DIER, Frau Prof. Dr. Kreuter-Kirchhof, referierte Herr Christian Ewald, Vorsitzender der 8. Beschlusskammer des BKartA, zum Wettbewerb im Strommarkt 2.0. Er erläuterte zunächst den Hintergrund und die Ziele des Leitfadens.

Danach trug Dr. Roland Schwensfeier, LL.M. (London), Berichterstatter in der 8. Beschlussabteilung des BKartA und Leiter der Arbeitsgruppe Markttransparenzstelle Strom/Gas des BKartA vor zu „Preisspitzen und Kartellrecht“.

Im Anschluss stellte Herr Dr. Thomas Müller, Referatsleiter Markttransparenzstelle für den Großhandel mit Strom und Gas, Aufgaben nach REMIT, SMARD - Strommarktdaten der BNetzA, die Kernaussagen des Leitfadens zur Zulässigkeit von Preisspitzen nach der Verordnung über die Integrität und Transparenz des Energiegroßhandelsmarktes (REMIT) dar.

In den sich anschließenden Reaktionen kritisierte Herr Dr. Peter Rosin (White & Case LLP) aus kartellrechtlicher Perspektive die Nichtberücksichtigung von EEG-geförderten Anlagen bei der Marktabgrenzung und wies auf die abweichende Ansicht der Europäischen Kommission hin. Herr Dr. Groneberg (White & Case LLP) forderte eine Klarstellung, dass Verhaltensweisen, die nach REMIT ein legitimes Verhalten darstellen, auch kartellrechtlich keinen Verstoß begründen.
Frau Dr. Paula Hahn (BDEW e.V.) arbeitete zunächst die Gründe für unterschiedliche Ansichten heraus: Die Kraftwerke hätten ihre Rentabilität im Blick und vertrauten nicht auf knappheitsbedingte Preisspitzen; wohingegen die Behörden die (auch in staatlicher Verantwortung liegende) Versorgungssicherheit im Blick hätten. Frau Hahn schloss sich der Kritik an, dass die Daten der Sektoruntersuchung, auf die der Leitfaden Bezug nimmt, veraltet seien und fragte nach der Halbwertszeit des Leitfadens.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Torsten Körber, LL.M. (EWIR) folgte ein Podiumsgespräch mit anschließender Diskussion. Danach bildete ein informelles Get Together mit einem kleinen Imbiss den Ausklang der gelungenen Abendveranstaltung.

Einen ausführlichen Bericht zum Workshop finden Sie unter http://www.ewir.jura.uni-koeln.de/18032.html. Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an info(at)ewir-koeln.de.