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Haftbefehl gegen Sudans Präsident al-Bashir

Kölner Straf- und Völkerrechtler spricht vor dem Weltstrafgericht

Nach dem Haftbefehl gegen den sudanesischen Präsidenten steht der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag vor einer Grundsatzentscheidung.

Im Zusammenhang mit dem Haftbefehl gegen Präsident al-Bashir unter anderem wegen des Verdachts des Völkermords steht der Internationale Strafgerichtshof vor einer Entscheidung zu den Grundlagen des modernen Völkerstrafrechts. In der vergangenen Woche fand hierzu vor der letzten Instanz innerhalb des Gerichts eine fünftägige Anhörung statt.

Auf Einladung des Gerichtshofs nahm der Kölner Straf- und Völkerrechtler Professor Claus Kreß als „Freund des Gerichts“ an der Anhörung teil. In seinem Schlusswort umriss Kreß die Brisanz der zu entscheidenden Rechtsfrage: Die Festnahme eines amtierenden Staatspräsidenten sei fraglos ein hochbedeutsamer Vorgang. Auf der anderen Seite sei die Zubilligung von Immunität an einen amtierenden Staatspräsidenten, gegen den der Verdacht besteht hauptverantwortlich für Völkerstraftaten zu sein, ein sehr gewichtiges Hindernis für die Durchsetzung des Strafanspruchs der internationalen Gemeinschaft.

Das Schlusswort von Professor Kreß finden Sie in voller Länge hier (ab 01:06:58):

https://www.youtube.com/watch?v=g9vLfQQjSoE#t=66m58s

Inhaltlicher Kontakt:      
Sarah Gucanin
Institute for International Peace and Security Law
+49 221 470-1158

31. Cologne Law Soccer Cup

Scientific Sachsonians verteidigen ihren Titel!

Zum Ausklang des Sommersemesters 2018 fand am 4. August das alljährliche, fakultätsinterne Fußballturnier – der "Law Soccer Cup" – statt. Die Institute und Einrichtungen der Fakultät hatten bei sonnigem Wetter die Möglichkeit, ihre Kräfte zu messen, um am Ende die Peter J. Tettinger Trophy „mit nach Hause" zu nehmen.

Die sommerlichen Temperaturen forderten schon vor Beginn des Turniers einige Anpassungen. Die Spielfelder wurden etwas verkleinert und die Spielzeit für die K.O.-Spiele von 15 auf 12 Minuten reduziert.
Der personell arg gebeutelte Titelverteidiger vom Lehrstuhl für Staats- und Verwaltungsrecht, die Scientific Sachsonians, schien mit der Doppelbelastung aus Turnierorganisation und -teilnahme zunächst überfordert. Er fand aber mit der Unterstützung von Professor Sachs zur eigenen Stärke zurück und marschierte ins Finale. Hier behielten die Scientific Sachsonians schließlich mit ihrer ganzen Routine die Nerven und setzten sich im 9m-Schießen gegen die Équipe DFM durch. Letztere durften sich darüber freuen, dass ihre Fans zu den besten des Turniers gewählt wurden. Das Spiel um Platz 3 konnte übrigens Dynamo Drittmittel gegen die Red Tax Tigers, das Überraschungsteam des Turniers, für sich entscheiden und sich somit neben der Trophäe für den besten Teamnamen auch den Pokal für den dritten Platz sichern. Professor Haferkamp durfte verdient den Sonderpreis als bester spielender Professor mit nach Hause nehmen.
Nach der anschließenden Siegerehrung, die von Professor Sachs und einem Mitarbeiter des Hauptsponsors PWC durchgeführt wurde, war die Stimmung ausgelassen und das Sportereignis klang fröhlich aus.

Neben dem eigentlichen Fußballturnier wurde die Veranstaltung mit einer von der Vermögensberatungsgesellschaft Horbach organisierten Speed-Shot-Challenge und der Möglichkeit, sich eines Grills zu bedienen, abgerundet.
Ferner verteilten Mitarbeiter des Hauptsponsors PWC, ohne den das ganze Turnier nicht möglich gewesen wäre, Säfte an ihrem Stand.

Alles in allem war es ein gelungener Semesterabschluss, nicht nur für die siegreichen Teams.

Im kommenden Jahr ist also wieder der Lehrstuhl für Staats- und Verwaltungsrecht mit der Ausrichtung des Turniers betraut. Dann wird eine Ära zu Ende gehen, da es die letzte Teilnahme der Scientific Sachsonians sein wird. Der 32. Cologne Law Soccer Cup steht daher schon jetzt unter einem ganz besonderen Stern und man kann auf ein außergewöhnliches Turnier hoffen.

Prof. Dr. Frauke Rostalski

Neue Inhaberin des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung.

Frau Professor Rostalski ist seit dem 1.8.2018 Inhaberin des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung an der Universität zu Köln.

Nach ihrer u.a. durch Stipendien der Deutschen Forschungsgemeinschaft, des DAAD, des Marie-Curie-Programms der Europäischen Union sowie der Volkswagenstiftung geförderten Promotions- und Habilitationsphase am Kriminalwissenschaftlichen Institut der Philipps-Universität Marburg verbrachte sie einen einjährigen Forschungsaufenthalt an der State University of New York, Buffalo, NY. Während ihrer Habilitationszeit promovierte sie außerdem im Fach Philosophie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Ihre Forschungsinteressen liegen im Bereich der Grundlagen des (Straf-)Rechts. Darüber hinaus beschäftigt sie sich neben dem Wirtschaftsstrafrecht mit Grenzfragen zwischen Medizin, Recht und Ethik sowie den Herausforderungen durch Künstliche Intelligenz für Recht und Moral.

Im Wintersemester bietet Frau Professor Rostalski ein strafrechtliches Vorbereitungsseminar an und leitet die Veranstaltungen Strafrecht I sowie Medizinstrafrecht.

Wir heißen Frau Professor Rostalski herzlich willkommen und wünschen ihr einen guten Start!

Jubiläum: 20 Jahre CENTRAL!

Das CENTRAL feiert 20-jähriges Bestehen.

Das CENTRAL wurde vor nunmehr 20 Jahren als Einrichtung der Rechtswissenschaftlichen Fakultät zur Vermittlung juristischer Schlüsselqualifikationen gegründet, also noch fünf Jahre, bevor die Verankerung der „soft skills“ im Curriculum ins Deutsche Richtergesetz aufgenommen wurde. Es ist damit die älteste Institution dieser Art in Deutschland. Mehr als genug Anlass zum Feiern!

So wurde das Jubiläum am 29. Juni 2018 an der Universität zu Köln festlich begangen. Die Förderer, Praktiker/innen, Referent/innen sowie die zahlreich erschienenen ehemaligen und aktuellen Mitarbeiter/innen lauschten zunächst den Grußworten des Vertreters der Fakultät, Professor Dr. Peifer, und der studentischen Vertreterin Pauline Klein. Es schlossen sich die interessanten Beiträge des Mitgründers Dr. Friedrich Blase und der langjährigen Referentin Gabriele Schlegel an, bevor der Gründer und Vorsitzende des CENTRAL, Professor Dr. Klaus Peter Berger, die letzten 20 Jahre Revue passieren ließ.

Im Anschluss freuten sich die Gäste auf ein geselliges Beisammensein im Rahmen des Sommerfestes, das Gelegenheit zum Austausch über „alte Zeiten“ und Neuigkeiten gab. Das CENTRAL wäre aber auch nicht das CENTRAL, wenn die Fußball-WM nicht trotz des frühen Ausscheidens der deutschen Mannschaft zum Anlass genommen worden wäre, ein Torwandschießen zu veranstalten. Hier sorgte vielleicht auch die Auslobung eines Hauptpreises durch den Mitgründer Professor Dr. Dr. Eberhard Fedtke in Form eines Urlaubsaufenthalts in Portugal für viel Engagement und Freude bei allen Beteiligten.

Internationaler Sonderpreis, Internationaler Promotionspreis & erfolgreiche Moot Court-Teams

Feier der Fakultät würdigt außergewöhnliche Leistungen.

Im Rahmen der Feier der Rechtswissenschaftlichen Fakultät zur Ehren außergewöhnlicher Leistungen in Forschung und Studium, insbesondere im internationalen Recht wurde am 04. Juli 2018 zum 7. Mal der Internationale Osborne Clarke Promotionspreis verliehen sowie der Erfolg der Kölner Moot Court Teilnehmer_Innen des vergangenen Jahres gewürdigt.

Nach der Eröffnung der Feier durch den Studiendekan und der Festrede zur Bedeutung des internationalen Rechts von Herrn Professor Hobe zeichnete Herr Stefan Rizor, LL.M. (Osborne Clarke) Herrn Professor Dr. Stephan Hobe, LL.M. für sein außerordentliches Engagement im Bereich des internationalen Rechts mit einem Sonderpreis aus. Hervorgehoben wurde u.a. sein Coaching der Kölner Teams beim Ben Telders Moot Court, die seit 1999 bereits fünf Mal den Wettbewerb gewonnen haben. 

Der im Anschluss verliehene Internationale Osborne Clarke Promotionspreis ging an Herrn Dr. Nico Basener. Seine Dissertation beschäftigt sich mit dem Thema „Investment protection in the European Union: Considering EU law in investment arbitrations arising from intra-EU and extra-EU bilateral investment agreements“ und setzte sich als beste internationalrechtliche Dissertation mit einem doppelten summa cum laude durch. 

Geehrt wurden auch die Teams und Coaches folgender internationaler Moot Courts:

  • International Criminal Court Moot Court Competition (2016/17 und 2017/18)
  • 25. Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot (2017/18)
  • Telders International Law Moot Court Competition (2016/17 und 2017/18)
  • Proteus Moot Court (2017)
  • 9. Leiden-Sarin International Air Law Moot Court

Besonders stolz sind wir

  • auf das Team des ICC Moot Courts 2016/17, das sich für die internationale Hauptrunde in Den Haag qualifizieren konnte, und insbesondere Frau Fiona Abken wegen des Preises für „Best Oralist“ in der nationalen Vorrunde,
  • auf das Team des 25. Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot Courts wegen „Honorable Mentions“ im Werner Melis Awards for Best Memorandum for Respondent,
  • auf das Team des Ben Telders International Law Moot Courts 2016/17, das den Wettbewerb gewonnen und noch dazu die Auszeichnung für den „Carnegie Foundation Award for the Best Memorial on Behalf of the Respondent“ erhalten hat,
  • auf das Team des Ben Telders International Law Moot Courts 2017/18, das ebenfalls den Wettbewerb gewonnen und die Auszeichnung für den „Carnegie Foundation Award fort he Best Memorial on Behalf of the Respondent“ erhalten hat, und
  • auf das Team des Proteus Moot Courts (2017) wegen des Preises als „Best Team UK“.

Bei einem kleinen Imbiss nach der Feier tauschten sich die Gäste rege aus und ließen den sommerlich warmen Abend gemeinsam ausklingen.

Sehr herzlich danken wir Osborne Clarke nicht nur für die Stiftung des Promotionspreises, sondern auch für die kulinarische Unterstützung bei dem Empfang im Anschluss an die Veranstaltung.

Sonntags-Öffnungen des Rechtswissenschaftlichen Seminars

Sonderöffnungszeiten in der Klausurphase

Um einer Überlastung der Universitäts- und Stadtbibliothek in der Klausurenphase entgegen zu wirken und möglichst vielen Studierenden ein angenehmes Lernen zu ermöglichen, öffnet das Rechtswissenschaftliche Seminar ausnahmsweise an drei Sonntagen im Juli:

Sonntag, 08.07.2018, 9:00 Uhr - 17:45 Uhr
Sonntag, 15.07.2018, 9:00 Uhr - 17:45 Uhr
Sonntag, 22.07.2018, 9:00 Uhr - 17:45 Uhr

Die Fakultät dankt dem Seminar und allen dort Tätigen für diesen außerordentlichen Einsatz!

Sommerfest der Fakultät

Get-together bei Sonnenschein!

Die Fakultät hatte wieder großes Glück:

Unter strahlend blauem Himmel versammelten sich am 20. Juni 2018 ab 18.00 Uhr zahlreiche Studierende, Professorinnen und Professoren, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Ehemalige und Freunde der Fakultät hinter dem Hörsaalgebäude. Sie tauschten sich angeregt aus und genossen einen warmen, wolkenlosen Sommerabend.

Diesen beständigen Erfolg des jährlichen Fakultätsfestes verdanken wir an erster Stelle der GÖRG Partnerschaft von Rechtsanwälten mbB, die uns erneut Getränke, Würstchen und Gemüsespieße bereitstellte und so für das leibliche Wohl sorgte. Wir danken der Kanzlei GÖRG herzlich für ihre Unterstützung und freuen uns sehr, dass sie diesen fröhlichen Abend mit uns verbracht hat.

Die musikalische Untermalung stammte wieder aus den Soundboxen von Simon Heines und Sören Fischer, denen unser besonderer Dank gilt. Bis zum Schluss sorgten sie für heitere Sommerstimmung.

Schließlich möchten wir uns bei den tatkräftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedanken, die mit Ihrem Einsatz ebenfalls zum Gelingen des Sommerfestes beigetragen haben.

Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr!

Ehrungen und Ämter

Die Fakultät gratuliert...

Herrn Prof. Dr. Klaus Peter Berger, LL.M. zur Wahl in den Council des Institute of World Business Law der ICC (International Chamber of Commerce, Paris),

Frau Prof. Dr. Dr. h.c. Barbara Dauner-Lieb, die erneut zur Richterin am Verfassungsgerichtshof für das Land Nordrhein-Westfalen gewählt wurde,

Herrn Prof. Dr. Dr. h.c. Dr. h.c. Prütting zur Verleihung des Ehrendoktors der Staatlichen Universität Tiflis und zur Verleihung des Ordens der aufgehenden Sonne am Halsband mit goldenen Strahlen seitens der japanischen Regierung.

19. Kolloquium des IEEI

International Exchange of Experience on Insolvency Law in Athen

Vom 16.-18.5.2018 hat in Athen das 19. Kolloquium des International Exchange of Experience on Insolvency Law (IEEI) statt, an dem das Institut für Internationales und Europäisches Insolvenzrecht der Universität zu Köln mit seinem Direktor Prof. Dr. Christoph Thole beteiligt ist.

Das Justizministerium Nordrhein-Westfalen hat im Jahr 2000 einen Internationalen Erfahrungsaustausch auf dem Gebiet des Insolvenzrechts gegründet (International Exchange of Experience on Insolvency Law - IEEI), dessen administrativer Standort mittlerweile das Institut für Internationales und Europäisches Insolvenzrecht der Universität zu Köln ist.

Auf dem Athener Kolloquium wurden aktuelle Fragen des Insolvenzrechts und der Insolvenzrechtsgesetzgebung im internationalen Bereich auf hohem Niveau diskutiert. In vielen Staaten hat mittlerweile ein Trend eingesetzt, die Sanierung und Restrukturierung zu fördern und dazu entsprechende Verfahren anzubieten; zugleich stehen die Staaten in einem Wettbewerb zueinander. Das u.a. von Prof. Dr. Christoph Thole und RiBGH Dr. Remmert geleitete Kolloquium zeigte die Entwicklungen eindrucksvoll auf.

Ziel des IEEI ist der zügige und zuverlässige Austausch von Informationen und Erfahrungen auf dem Gebiet des nationalen und internationalen Insolvenzrechts auf der Basis gegenseitigen Vertrauens. An dem Erfahrungsaustausch nehmen (auf Einladung) mittlerweile 100 Insolvenzrechtsexperten aus 32 europäischen und außereuropäischen Staaten sowie mehrerer internationaler Organisationen teil. Das nächste Kolloquium wird im Juni 2019 in Köln an der Universität stattfinden.

Weitere Informationen zum IEEI finden Sie unter http://www.insolvenzrecht.jura.uni-koeln.de/6083.html.

Telders Moot Court 2018

Kölner Team holt den Sieg!

Von insgesamt 23 nationalen Teams, von denen sechs Teams durch eine Nationalrunde gekommen sind, hat sich das Kölner Team in Vorrunden gegen den Gastgeber Leiden, die Ukraine, England und Lettland durchsetzen können und das Finale des völkerrechtlichen Telders Moot Court Wettbewerbs im Friedenspalast erreicht. Im Laufe dieses spannenden Finales, das von den Richtern James Crawford, Giorgio Gaja und John Dugard geleitet wurde, hat das Kölner Team als Beklagter gegen das griechische Klägerteam plädiert und den Wettbewerb für sich entscheiden können. Zusätzlich hat das Kölner Team den Carnegie Preis für den besten Beklagtenschriftsatz gewinnen können.

Die Fakultät ist stolz auf das Kölner Siegerteam und gratuliert ihm ganz herzlich zu diesem herausragenden Erfolg!