Kölner Moot Court-Center

Ein Moot Court ist ein simuliertes Gerichts- oder Schiedsverfahren, bei dem
die studentischen Teams als Vertreter der Parteien auftreten. Sie legen ihre
Arbeiten teils echten, teils nachgestellten (Schieds-) Gerichten vor und treten
mit Teams anderer Hochschulen in den juristischen Wettbewerb.

 

Deutschsprachige Moot Courts

BGB Moot Court

Inhalt: Dieser Mini Moot Court richtet sich – anders als die großen Moot Courts – ausschließlich an Kölner Studierende ab dem zweiten Semester. Er findet  in der ersten Semesterhälfte statt und kann so problemlos neben den Vorlesungen belegt werden. Es handelt sich hierbei um simulierte Gerichtsverhandlungen zu einfach gehaltenen fiktiven Fällen aus dem Zivilrecht. Vor Ausgabe des ersten Falles werden die Teilnehmer in Argumentationstechnik, Rhetorik und Verhandlungstaktik geschult. Zudem wird ein Stimmtraining angeboten. Mit begrenztem Aufwand können also alle Vorteile eines Moot Courts genutzt werden.

Termine: Die aktuellen Termine finden Sie auf der Homepage des Moot Court.

Homepage: http://www.jura-uni-koeln.de/1589.html

 

BFH-Moot Court 2013

Der steuerrechtliche BFH-Moot Court wird ausgeschrieben durch die Deutsche Steuerjuristische Gesellschaft e.V., Köln, und den Bundesfinanzhof, München. Der BFH-Moot Court simuliert zwei komplette Revisionsverfahren inklusive einer mündlichen Verhandlung gegen ein finanzgerichtliches Urteil. Dabei handelt es sich in der Regel um aktuell anhängige noch nicht entschiedene Verfahren.

In der Qualifikationsrunde ist zunächst eine Revisionsschrift anzufertigen. Bei Qualifikation für die Endrunde ist zu diesem Fall zusätzlich eine Revisionserwiderung sowie zu dem zweiten Fall ebenfalls eine Revisionsschrift und -erwiderung anzufertigen. Schließlich werden beide Fälle in der Endrunde vor dem Bundesfinanzhof in München verhandelt.

Nach der erfolgreichen Teilnahme am 4. BFH-Moot Court 2011/12, bei dem das Team der Universität zu Köln den 2. Platz belegte, nimmt am aktuellen 5. BFH-Moot Court im Jahr 2013 erneut ein Team der Universität teil.

Weitere Informationen, Termine und Kontaktmöglichkeiten finden Sie auf der Homepage des Instituts für Steuerrecht.

Weitere Informationen erhalten Sie bereits jetzt auf der Homepage des

7. Moot Court zur Deutschen und Rheinischen Rechtsgeschichte / SoSe 2013

Inhalt: Den Teilnehmern des Moot Courts wird ein fiktiver Fall vorgelegt, der im 19. Jahrhundert in Köln oder Umgebung spielt. Er muss nach dem rheinischen, also französischen Recht gelöst werden, so wie es damals galt und in der Praxis angewandt wurde. Französisch-Kenntnisse sind hierzu nicht erforderlich, da genügend deutschsprachige Werke zum rheinischen Zivilrecht vorhanden sind.
Zunächst erstellen Sie als schriftliche Leistung ein Rechtsgutachten und eine  Prozess-Strategie für beide Prozess-Parteien. Als mündliche Leistung treten Sie vor einem fiktiven Gericht gegen Ihre Kommilitonen an und halten ein Plädoyer für Ihren Mandanten.
Für die Teilnahme am Moot Court erhalten Sie einen "normalen“ Seminarschein und einen Nachweis über die Teilnahme an einer Veranstaltung mit Eignung zum Erwerb von Schlüsselqualifikationen. Je nach Note können Sie ihn später als Promotionsvoraussetzung verwenden, sofern der Betreuer Ihrer Dissertation ihn als Leistungsnachweis im Sinne der Promotionsordnung anerkennt. Alternativ können Sie - abhängig von Ihrem Schwerpunktbereich – und unter Einhaltung der förmlichen Anmeldefrist die dritte Klausur im Wahlbereich des Schwerpunktbereichs durch Ihre Teilnahme am Moot Court ersetzen.


Termine: Eine Vorbesprechung findet am 04.03.2013 um 15 Uhr im INP statt. Die Seminararbeiten können Sie während der Semesterferien schreiben. Die mündliche Verhandlung wird gegen Ende der Vorlesungszeit im SoSe 2013 stattfinden.

Homepage: http://www.uni-koeln.de/jur-fak/inp/

 

weitere Deutschsprachige Moot Courts

Fremdsprachige Moot Courts

Willem C. Vis International Arbitration Moot Court zum Internationalen Wirtschaftsrecht

Inhalt: Dieser alljährlich stattfindende Moot Court ist der weltweit größte Wettbewerb im internationalen Wirtschaftsrecht. Es nehmen inzwischen mehr als 250 Universitäten aus über 70 Staaten teil. Er wird von der Pace University New York und den Vereinten Nationen ausgeführt. Relevante Rechtsgebiete sind das UN-Kaufrecht (CISG) sowie das Recht der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit und das internationale Privatrecht. Da die teilnehmenden Teams aus aller Welt kommen, ist der internationale Charakter bei diesem Moot besonders ausgeprägt.

Termine: Der Moot Court findet jährlich im Wintersemester statt.

Bewerbung: Eine Bewerbung ist jeweils bis Juli möglich.

Homepage: http://www.moot-cologne.de

European Law Moot Court

Inhalt: Dieser alljährlich ausgetragene Moot Court ist der weltweit größte Wettbewerb im Europarecht. Er wird von der European Law Moot Court Society veranstaltet. Eine besondere Anforderung liegt in der Zweisprachigkeit des Wettbewerbs: Sowohl das schriftliche als auch das mündliche Verfahren finden in englischer und französischer Sprache statt. Die Schriftsätze werden in der Zeit von Anfang September bis Ende November angefertigt. Im Februar und März finden die Regionalfinale statt. Das Finale wird dann im April in den Räumlichkeiten des EuGH ausgetragen.

Termine: Das erste Einführungstreffen findet Mitte April statt.

Homepage: http://www.jura.uni-koeln.de/1480.html.

 

International Criminal Court Trial Court

Inhalt: die ICC Trial Competition ist ein englischsprachiger Moot Court im Völkerstrafrecht, der einmal jährlich in Den Haag, dem Sitz des Internationalen Strafgerichtshof stattfindet.

Der Moot Court geht von November bis April, er findet in zwei Runden statt. In der ersten Runde werden die schriftlichen Memorials erarbeitet, die zweite Runde findet in Den Haag statt, wo die teilnehmenden Teams vor einer Jury plädieren.

Der Moot Court ist – anders als manch andere "große" Moot Courts – so strukturiert, dass ein Team, welches zur Teilnahme akzeptiert wurde, bis zu den oral pleadings dabei bleibt, es gibt insoweit keine Zwischenrunden.

Die zu bearbeitenden Sachverhalte greifen dabei aktuelle Probleme im Völkerstrafrecht auf, oft auch im Bereich des Prozessrechts, zu denen es noch keine ständige Rechtsprechung gibt. Die Studenten befinden sich daher "am Puls der Zeit", da die von ihren behandelten Themen auch innerhalb der Völkerstrafrechtsgemeinschaft heiß umstritten sind.

Homepage: http://www.jura.uni-koeln.de/5368.html

Kontakt: Kristina Kok

Telders Moot Court im Völkerrecht

Inhalt: Der Telders International Law Moot Court simuliert ein Gerichtsverfahren vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag, dem Hauptrechtsprechungorgan der Vereinten Nationen. Die teilnehmenden Teams müssen dabei einen fiktiven völkerrechtlichen Fall umfassend erarbeiten und sowohl Kläger- als auch Beklagtenseite zunächst in schriftlicher und später in mündlicher Form vertreten.

Termine: Zwischen Oktober und Januar wird zunächst eine schriftliche Argumentation erarbeitet, welche dann von Fachleuten bewertet wird. Direkt im Anschluss beginnt die Zeit der Vorbereitung auf den mündlichen Vortrag, unter anderem durch Sprachtraining und Videoanalyse mit dem Ziel eines selbstsicheren, überzeugenden Auftretens. Dabei finden etliche Proberunden statt, für die in der Vergangenheit Professoren, Richter, Rechtsanwälte und Praktiker gewonnen werden konnten.

Im Frühjahr gilt es dann die erste Hürde zu nehmen: Die nationale Vorausscheidung, in der das Kölner Team gegen Teams anderer deutscher Universitäten antritt. Die Sieger der Vorrunde werden durch die Reise nach Den Haag belohnt, wo es sich gegen Ende April mit der internationalen Konkurrenz aus über 25 Ländern zu messen gilt. Die beiden erfolgreichsten Teams argumentieren dann im Finale vor Richtern des Internationalen Gerichtshofes in der Great Hall of Justice im Friedenspalast in Den Haag.

Bewerbung: Das Bewerbungsverfahren wird jeweils im Juli durchgeführt (bitte auf die Aushänge und Ankündigungen auf der Homepage von Prof. Hobes Lehrstuhl achten). Bewerben sollten sich all jene, die neben einer gesteigerten Begeisterung für das Völkerrecht über Interesse an der Arbeit im Team, Durchhaltevermögen und gute Englischkenntnisse verfügen. Vertiefte Kenntnisse im Völkerrecht sind nicht erforderlich, sie werden im Rahmen der Vorbereitung erworben.

Bedauerlicherweise nicht mitwirken können Studenten, die bereits über einen vollwertigen Abschluss (Master oder Maîtrise) verfügen.

Homepage: http://www.ilwr.de/index.php?lang=&pg=telders_moot_court

 

Manfred Lachs Space Law Moot Court Competition

Homepage: http://www.ilwr.de/index.php?lang=&pg=manfred_lachs_slmcc