Schwerpunktbereichsseminarplatzbewerbung

10. Januar 2017

Seit dem 09.01. und noch bis zum 16.01.2016 können Sie sich in KLIPS 2.0 um Plätze in den Schwerpunktseminaren des Wintersemesters 2017/'18 und des Sommersemesters 2017 bewerben. Mehr Informationen und Anleitung (http://www.jura.uni-koeln.de/klips21.html#c40371).


Prof. Nußberger, Richterin am EGMR wird zur Vizepräsidentin gewählt

14. Dezember 2016

Frau Prof. Dr. Angelika Nußberger M.A., Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg und Direktorin des Instituts für osteuropäisches Recht und Rechtsvergleichung wurde am Montag, den 12.12.2016 zur Vizepräsidentin des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte gewählt.

weitere Informationen: Pressemitteilung des EGMR.


Hans Kelsen Memorial Lecture

25. November 2016

Offizielle Feier zur Eröffnung des "Institute for International Peace and Security Law".

Am frühen Abend des 17. November fanden sich etwa 300 Gäste in der Aula der Universität zu Köln ein. Zu der bunten Festgemeinde zählten neben Wissenschaftlern und Studierenden verschiedener Fakultäten hochrangige Vertreter der internationalen und rheinischen Justiz, Angehörige verschiedener Bundesministerien und Vertreter der Medien. Das Institute for International Peace and Security Law der Rechtswissenschaftlichen Fakultät hatte zur Inaugural Hans Kelsen Memorial Lecture on International Peace and Security Law eingeladen. Mit dieser Vorlesungsreihe soll der bedeutende Rechtstheoretiker, Staatsrechtler und Völkerrechtler Hans Kelsen geehrt werden, der an der Kölner Juristenfakultät gelehrt hatte, bevor er diese auf Betreiben der Nationalsozialisten verlassen musste.

Der Rechtswissenschaftler und Philosoph der Yale University, Scott Shapiro, rekapitulierte in seiner meisterhaften Vorlesung "Hans Kelsen, Carl Schmitt and Hermann Jahrreiß at Cologne and Nuremberg" die kontroversen Debatten um den internationalen Kriegsächtungspakt von 1928 und um den Nürnberger Prozess gegen die deutschen Hauptkriegsverbrecher sowie die jeweiligen Rollen, die seine drei – sämtlich mit der Kölner Rechtswissenschaftlichen Fakultät verbundenen – Protagonisten in diesen geschichtsmächtigen Diskussionen spielten. Shapiro erinnerte zugleich in bewegenden Worten an das Unrecht, das Hans Kelsen in Köln von den Nationalsozialisten zugefügt wurde.

Mit der Eröffnung seiner neuen Vorlesungsreihe verband das Institute for International Peace and Security Law die feierliche Eröffnung seiner Räumlichkeiten im Hauptgebäude der Universität. Das Institut hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Völkerrecht zu der großen Frage von „Krieg und Frieden“ umfassend zu erforschen. Zu dem in diesem Sinn weit verstandenen Völkerrecht der Friedenssicherung zählen das Gewaltverbot in den internationalen Beziehungen, das Völkerrecht der bewaffneten Konflikte und etwa auch die internationale Strafgerichtsbarkeit. Zuletzt hat der Direktor des Instituts, Claus Kreß, gemeinsam mit seinem Mitherausgeber Stefan Barriga den zweibändigen Kommentar zum Verbrechen der Aggression vorgelegt, der gemeinsam mit dem bereits zuvor publizierten Materialienband die Cambridge Library of the Crime of Aggression bildet. Das früher so bezeichnete „Verbrechen gegen den Frieden“, das im Nürnberger Urteil als das schwerste internationale Verbrechen bezeichnet worden ist, wird im kommenden Jahr in das Zentrum diplomatischer Aktivitäten rücken. Denn dann werden die Vertragsstaaten des Internationalen Strafgerichtshofs abschließend darüber entscheiden, ob es dem Gerichtshof endlich möglich sein soll, Staatsführern auch wegen der Entfesselung von Angriffskriegen den Prozess zu machen.  

In seiner Begrüßung stellte Claus Kreß fest, die Feier finde zu einem für das Völkerrecht der Friedenssicherung schwierigen Zeitpunkt statt. Denn nach den hochfliegenden Hoffnungen der 1990er Jahre hätten sich die Bedingungen für einen Ausbau der völkerrechtlichen Architektur zur Sicherung des internationalen Friedens in den letzten Jahren verschlechtert. Viel stehe auf dem Spiel, und augenblicklich sei bereits die Bewahrung des Erreichten jede Anstrengung wert.

Hieran schloss der Rektor der Universität, Axel Freimuth, in seiner Grußbotschaft an. Die Herausforderungen, mit denen sich das Institut befasse, zählten zu den gewichtigsten unserer Zeit. Der Rektor erinnerte daran, dass die Gründung des Instituts vor wenigen Jahren von einer breiten Unterstützung in der Universität, von der Studierendenschaft bis ins Rektorat, getragen worden sei, und er gab der Hoffnung Ausdruck, die Universität zu Köln werde durch das Institut und dessen Partner einen Beitrag dazu leisten, der Sicherung des internationalen Friedens zu dienen.

In ihrer nachfolgenden, mit Eloquenz und großer Leidenschaft für die Sache vorgetragenen  Grußadresse nahm die Kabinettschefin der Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs, Kimberly Prost, diesen Faden auf, in dem sie die Erwartung äußerte, das Institut werde bei der Durchdringung der zahlreichen klärungsbedürftigen Fragen des Völkerrechts der Friedenssicherung eine hilfreiche Rolle spielen. Auch als Forum für Gespräche im kleineren Kreis könnte das Institut gute Dienste leisten.

Im Anschluss an die Feier, die vom Triologischen Quartett mit Künstlern des Collegium Musicum der Universität passend zum Festvortrag mit Musik aus der Zwischenkriegszeit wundervoll bereichert wurde, trafen die Gäste in entspanntem Rahmen zum ausgedehnten Gespräch bei Kölsch und Wein zusammen.