Prof. Dr. Dr. h. c. Ulrich Preis

Geschäftsführender Direktor

Telefon: 0221-470-2300

E-Mail: ulrich.preis(at)uni-koeln.de


 

 Weitere Bilder finden Sie hier.

Wissenschaftlicher Werdegang

  • Geboren 1956 in Wuppertal.
  • Nach einer Banklehre Studium der Rechtswissenschaften von 1978 bis 1983 in Regensburg und in Köln.
  • 1983 erstes juristisches Staatsexamen.
  • 1987 zweites juristisches Staatsexamen.
  • 1986 Promotion (bei Prof. Dr. Dres. h.c. Peter Hanau) mit der Arbeit "Prinzipien des Kündigungsrechts bei Arbeitsverhältnissen".
  • 1992 Habilitation mit dem Werk "Grundfragen der Vertragsgestaltung im Arbeitsrecht".
  • Venia legendi für Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht, Sozialrecht und Handelsrecht.
  • 1993 Lehrstuhlvertretung an der Universität Hannover.
  • September 1993 Ruf an die Heinrich-Heine Universität Düsseldorf und Fernuniversität/Gesamthochschule Hagen, wo er bis 2001 den Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht, Handelsrecht und Sozialrecht innehatte.
  • 1994 bis 1997 Dekan des Fachbereichs Rechtswissenschaft der FernUniversität Hagen.
  • 1998 Direktor des neugegründeten Instituts für deutsches und europäisches Arbeits- und Sozialrecht.
  • 2001 Ruf an die Universität zu Köln.
  • Seit 2002 Direktor des Instituts für deutsches und europäisches Arbeits- und Sozialrecht und Lehrstuhlinhaber für Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht und Sozialrecht.
  • Von November 2005 bis April 2008 Prodekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät zu Köln.
  • 2007 Ablehnung eines Rufs an die Universität Trier als Direktor des Instituts für Arbeitsrecht und Arbeitsbeziehungen in der Europäischen Gemeinschaft.
  • Seit Mai 2008 Mitglied des Hochschulrates der Universität zu Köln
  • Seit Mai 2011 Vizepräsident des Deutschen Arbeitsgerichtsverbandes e.V.
  • Mai 2013 Verleihung der Ehrendoktorwürde der Universität Athen in Anerkennung des wissenschaftlichen Werkes
  • Seit Januar 2015 unabhängiger Vorsitzender der Arbeitsrechtlichen Schiedskommission im Bereich der Evangelischen Kirche und Diakonie in Rheinland-Westfalen-Lippe (ARS-RWL).
  • Seit 01. Oktober 2015 Dekan der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln 

Forschungsschwerpunkte

Seit Beginn der neunziger Jahre beschäftigt sich Ulrich Preis intensiv mit Fragen des Arbeitsvertragsrechts. Seine Forschungsschwerpunkte erstrecken sich auf das gesamte Arbeitsrecht und Sozialversicherungsrecht, insbesondere das Kündigungsschutzrecht sowie das Europäische Arbeits- und Sozialrecht (vgl. Publikationsdatenbank). Er war Mitglied des Arbeitskreises Deutsche Rechtseinheit im Arbeitsrecht, der im Jahre 1992 einen Entwurf zur Kodifikation des Arbeitsvertragsrechts vorgelegt hat. Im Jahre 2006 hat er gemeinsam mit Prof. Dr. Martin Henssler einen erneuerten Diskussionsentwurf für ein Arbeitsvertragsgesetz vorgelegt. Die Deutsche Gesellschaft für Gesetzgebung e.V. hat diesen Entwurf im April 2007 mit dem 1. Preis ausgezeichnet.

Schließlich übt Ulrich Preis zahlreiche Mitherausgeberfunktionen aus, u.a. für die in Deutschland auflagenstärkste arbeitsrechtliche Fachzeitschrift Neue Zeitschrift für Arbeitsrecht (NZA), die Sozialgerichtsbarkeit (SGb) und die Zeitschrift für europäisches Sozial- und Arbeitsrecht (ZESAR). Daneben gibt er mit der Loseblattsammlung Europäisches Arbeits- und Sozialrecht (EAS) die deutschlandweit einzige Entscheidungssammlung auf diesem Rechtsgebiet heraus.

Kommissionen; Mitgliedschaften u.ä.

Seit vielen Jahren Mitglied der Auswahlkommission der Studienstiftung des Deutschen Volkes und Gutachter für die Deutsche Forschungsgemeinschaft tätig.

Ulrich Preis war von April 2001 bis Ende 2002 Mitglied der Regierungskommission des Landes NRW zur Reform des öffentlichen Dienstes. Sie hatte zum Auftrag, aus Sicht unabhängiger Fachleute aus Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft zu beschreiben, welche Anforderungen an den öffentlichen Dienst der Zukunft zu stellen sind, und der Landesregierung Nordrhein-Westfalens entsprechende Vorschläge zur Weiterentwicklung des Dienst- und Tarifrechts zu unterbreiten. Dem Auftrag entsprechend, sollte die Kommission die tatsächlichen Schwachpunkte des öffentlichen Dienstrechts herausfiltern und die Konsequenzen für die Änderung des Rechts der im öffentlichen Dienst Beschäftigten aufzeigen. Die geltende Rechtslage und insbesondere die hergebrachten Grundsätze des Berufsbeamtentums sollten zwar beachtet werden, für die Kommission jedoch keine Grenze in der Entwicklung neuer Visionen eines öffentlichen Dienstes der Zukunft darstellen.

Ulrich Preis ist Vorsitzender der 2002 gegründeten Gesellschaft zur Förderung der sozialrechtlichen Forschung e.V. mit Sitz in Köln. Die Ziele der Gesellschaft, die seit 2002 jährlich den sog. Kölner Sozialrechtstag organisiert, sind die finanzielle Förderung und Sicherung des sozialrechtlichen Nachwuchses in Nordrhein-Westfalen, die Förderung von Symposien und Weiterbildung in den Berufsfeldern der Sozialversicherung, die Förderung der Publikation wissenschaftlicher Beiträge, finanzielle und ideelle Unterstützung von Forschungsvorhaben und schließlich die Unterstützung sozialrechtlicher Forschung an den juristischen Fakultäten in Nordrhein-Westfalen. Die Gesellschaft arbeitet gemeinnützig und ist nicht den Zielen bestimmter Interessengruppen oder auch einzelner Sozialversicherungsträger verpflichtet. Der Vorstand ist entsprechend plural besetzt und besteht zurzeit aus Vertreterinnen und Vertretern der Sozialgerichtsbarkeit, der Universität, der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung, der Rentenversicherung und der Unfallversicherung. Darüber hinaus ist Ulrich Preis neutrales Mitglied des Landesausschusses der Ärzte und Krankenkassen der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein.

Seit 2006 ist Ulrich Preis Vorstandsmitglied der Vereinigung der Arbeitsrechtslehrer. Daneben ist er seit Mai 2011 Vizepräsident des Deutschen Arbeitsgerichtsverbandes e.V. Dieser Verband umfasst rund 3.000 Mitglieder, insbesondere Berufsrichter und ehrenamtliche Richter der Gerichte für Arbeitssachen, die Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände, sowie die Vertreter der Anwaltschaft, der Arbeitsrechtswissenschaft und die Vertreter der an der arbeitsrechtlichen Gesetzgebung beteiligten oder für die Arbeitsgerichtsbarkeit zuständigen Behörden.

Professor Preis ist seit Januar 2015 unabhängiger Vorsitzender der Arbeitsrechtlichen Schiedskommission im Bereich der Evangelischen Kirche und Diakonie in Rheinland-Westfalen-Lippe (ARS-RWL). Die Einrichtung dieser Funktion ist u.a. nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts notwendig, wenn die kirchlichen und diakonischen Dienste  weiterhin vor Arbeitskämpfen geschützt bleiben sollen.


Referenten- und Gutachtertätigkeit

In der Praxis des Arbeits-, Wirtschafts- und Sozialrechts ist Ulrich Preis als Referent und Gutachter gefragt. Er berät Unternehmen und Ministerien und hat an zahlreichen Gesetzesvorhaben mitgearbeitet (zuletzt insbesondere an der Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes). Ferner engagiert er sich in der Fachanwaltsausbildung Arbeitsrecht und Sozialrecht.