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Neue Stiftungsprofessur

Vertrag zur Santander-Stiftungsprofessur unterzeichnet.

An der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln wird eine neue Stiftungs-Juniorprofessur für Öffentliches Recht, Völkerrecht und Internationales Investitionsrecht eingerichtet.

Die Qualifikationsstelle für eine junge Wissenschaftlerin oder einen jungen Wissenschaftler ist auf eine Laufzeit von sechs Jahren ausgelegt und wird von Santander Universitäten, dem Deutschen Part des globalen Unternehmensbereiches Santander Universities, gefördert. Für Santander ist es die erste Stiftungsprofessur in Deutschland.

Universitätsrektor Professor Dr. Axel Freimuth und Oliver Burda, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Santander Consumer Bank AG, unterzeichneten den Vertrag zur Stiftungs-Juniorprofessur am 10. Mai 2017.

„Mit dem internationalen Investitionsrecht ist ein juristischer Bereich angesprochen, der aktueller und umstrittener nicht sein kann. Hierbei geht es um die Zukunft der weltweiten Wirtschaftsbeziehungen, konkret etwa um die Freihandelsabkommen CETA und TTIP“, so Universitätsrektor Professor Dr. Axel Freimuth. „Dass Santander und die Universität zu Köln zusätzlich zur Förderung der Deutschlandstipendien und der Cologne Summer School nun eine gemeinsame Professur ins Leben rufen, hebt unsere Partnerschaft auf eine ganz neue Ebene.“

Die Universität zu Köln zählt bereits seit 2012 zu den mittlerweile dreizehn deutschen Partner-Universitäten und ist damit eine von weltweit etwa 1200 Santander Universities. Oliver Burda, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Santander Consumer Bank AG, erläutert: „Wir sind der Überzeugung, dass die Rolle der Universitäten als Vordenker der wesentliche Erfolgsfaktor für eine weltoffene gesellschaftliche Entwicklung eines jeden Landes ist. Mit der Förderung der Stiftungs-Juniorprofessur erweitern wir unser bildungspolitisches Engagement in Deutschland.“

Santander Universitäten ist nun gleichsam Mitglied im Stifterverband und damit Teil des nationalen Netzwerks, das sich für bessere Bildung, effiziente Wissenschaft und smarte Innovationen in Deutschland einsetzt. Der Stifterverband begleitet die Einrichtung der Professur und übernimmt ihre finanzielle Abwicklung.

Kontakt:
Professor Dr. jur. Bernhard Kempen
Institut für Völkerrecht und ausländisches öffentliches Recht
Gottfried-Keller-Straße 2
50931 Köln
Telefon: 0221 470-5644
E-Mail: voelkerrecht-sekretariat(at)uni-koeln.de

12. Deutscher Hochschulrechtstag 2017

Sinnvolle Qualitätssicherung oder bürokratischer Irrsinn? Die Zukunft der Akkreditierung

Mit der Zukunft der Akkreditierung von Studiengängen beschäftigte sich der 12. Deutsche Hochschulrechtstag am 17. 05.2017 in Köln. Die Tagung stand unter der Frage "Sinnvolle Qualitätssicherung oder bürokratischer Irrsinn?" Seit das Bundesverfassungsgericht die nordrhein-westfälischen Regelungen zur Akkreditierung von Studiengängen 2016 für verfassungswidrig erklärt hat, wird in Hochschulen, Verwaltung und Politik viel über eine mögliche Neuregelung diskutiert. Dabei steht auch ein grundlegender Systemwechsel zur Disposition.

Professor Dr. Christian von Coelln aus dem Kreis der Veranstalter freute sich in seiner Begrüßung, dass man offensichtlich ein sehr aktuelles Thema ausgesucht habe. Mehr als 120 Anmeldungen seien dafür ein starkes Zeichen. Nach der Begrüßung von Professor Dr. Stefan Herzig (Prorektor für Lehre und Studium, Universität zu Köln) referierten:

  • Professorin Dr. Ute Mager (Institut für Deutsches und Europäisches Verwaltungsrecht, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg)
    "Verfassungsrechtliche Rahmenbedingungen der Akkreditierung von Studiengängen"
  • RD apl. Prof. Dr. Norbert Janz (Universität Potsdam/Landesrechnungshof Brandenburg)
    "Zahlen bitte! – Die Akkreditierung von Studiengängen aus Sicht der Finanzkontrolle"
  • Professor Dr. Matthias Stoetzer (Ernst-Abbe-Hochschule Jena, FB Betriebswirtschaft/Mitautor der Jenaer Erklärung zur Akkreditierung)
    "Akkreditierung  als  Instrument  der Qualitätssicherung? Fallstricke und Irrwege"
  • Dr. Thomas Grünewald (Staatssekretär im  Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung Nordrhein-Westfalen)
    "Weiterentwicklung einer bewährten Qualitätssicherung – Die  Neuregelung  der  Akkreditierung")
  • Dr. Olaf Bartz (Mitglied des Vorstands und Geschäftsführer der Stiftung zur Akkreditierung von Studiengängen in Deutschland)
    "Die bisherige und die zukünftige Rolle des Akkreditierungsrates und der  Akkreditierungsagenturen)

Die erste und die Abschlussdiskussionsrunde moderierte Professor Dr. Bernhard Kempen (Institut für Deutsches und Europäisches Wissenschaftsrecht, Universität zu Köln). Professor Dr. Michael Sachs (Institut für Deutsches und Europäisches Wissenschaftsrecht, Universität zu Köln) moderierte die Diskussion am Nachmittag der Tagung.

Ein ausführlicher Tagungsbericht folgt. Weitere Informationen zur Tagung finden Sie unter http://www.wissrecht.uni-koeln.de/12146.html und unter http://www.hochschulrechtstag.de/.