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Erfahrungsberichte zur Schüler-Uni

Foto: NikolayFrolochkin

Erfahrungsbericht Schüler an der Universität von Tjark Jonas Pogoda, Sommersemester 2011

Nach zwei Semestern Schülerstudium an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln kann ich sagen, dass es sich gelohnt hat, zusätzliche Belastungen einzugehen. Die neue Herausforderung hat viele interessante Einsichten vermittelt und großen Spaß gemacht.

Das Schülerstudium war nicht nur aus dem Grunde gewinnbringend, Leistungsnachweise erwerben zu können, die in einem späteren Studium möglicherweise anrechenbar sind. Vielmehr konnte ich auch eine konkrete Vorstellung davon gewinnen, wie das Jurastudium aussieht und mir eine Meinung darüber bilden, ob ich das Studium nach dem Abitur weiterführen möchte. 

Die Teilnahme an Vorlesungen und Arbeitsgemeinschaften ermöglicht den Schülern, einen Einblick in die Arbeit eines Studierenden. Insbesondere auch im Gespräch mit den Studierenden wird der Universitätsalltag deutlich.

Nicht zu verschweigen ist allerdings der Arbeitsaufwand, der nötig ist, um neue Arbeitsmethoden zu verinnerlichen, denn in der Universität ist man im Gegensatz zur Schule sehr selbstständig und auf eigenen Antrieb angewiesen – für die Zukunft ist dies jedoch eine sehr nützliche Erfahrung.

Abschließend kann ich die Teilnahme am Projekt „Schüler an der Universität“ für interessierte Schülerinnen und Schüler, die schon Einblicke ins Studium gewinnen möchten, sehr empfehlen. Gerade für die Wahl des Studienfaches ist eine Teilnahme sehr erkenntnisreich. Jedoch sollte man stets bedacht darauf sein, die schulischen Leistungen nicht unter dem Schülerstudium leiden zu lassen.

 

Erfahrungsbericht Schüler an der Universität von Christin Armenat, Sommersemester 2012

Nachdem mein Semester als Schülerstudentin an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät nun zu Ende gegangen ist, kann ich abschließend darüber sagen, dass es mir mit Sicherheit nur Vorteile gebracht hat und sich die Doppelbelastung durch Schule und Studium gelohnt hat.

Neben den Leistungsnachweisen, die man durch bestandene Klausuren erhält, kann man sich während eines Schülerstudiums einen guten Einblick in den Alltag als Student verschaffen. In diesem Alltag ist besonders selbstständiges Arbeiten und Lernen gefragt, was man besser nicht unterschätzten sollte. Auch erfordert eine Vorlesung deutlich mehr Konzentrationsfähigkeit als eine gewöhnliche Unterrichtsstunde.

Wenn man allerdings Spaß und Interesse an den Themen hat, was bei mir definitiv der Fall war, kann man sich relativ schnell an die Umstellung gewöhnen. Trotz allem sollten die schulischen Leistungen wegen des Studiums nicht in den Hintergrund rücken und der zeitliche Aufwand sollte nicht unterschätzt werden. Dazu zählt auch die Dauer der An- und Abreise, besonders, wenn man nicht aus Köln kommt.

Abschließend kann ich also nur sagen, dass mir das Schülerstudium viele gute Erfahrungen ermöglicht hat und mich in der Wahl meines späteren Studienganges bestärkt hat. Ich kann ein solches Semester allen Schülerinnen und Schülern, die genug Interesse, Motivation und die Chance haben, nur empfehlen.

 

Erfahrungsbericht Schüler an der Universität von Elias Ackburally, Sommersemester 2014 und Wintersemester 2014/2015

Im Sommersemester 2014 und im Wintersemester 2014/2015 nahm ich am Projekt „Schüler an der Universität“ teil.

Ich entschloss mich dazu, an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln (Albertus-Magnus-Platz) die Veranstaltungen

  •     „Allgemeine Staatslehre“ (im Sommersemester 2014) bei Prof. Depenheuer und
  •     „Deutsche Rechtsgeschichte“ (im Wintersemester 2014/2015) bei Prof. Dr. Haferkamp

im Fachbereich Jura zu wählen, da ich mich schon immer für das Prinzip des Rechtstaates heute und in der Vergangenheit begeistern konnte und mehr darüber lernen wollte.

Im Vordergrund zur Teilnahme an diesem Projekt stand für mich möglichst zeitnah herauszufinden, ob der Fachbereich, den ich mir für mein späteres Studium und Berufsleben ausgesucht hatte, auch tatsächlich zu mir passen würde. Denn bekanntlich entscheiden sich 87% der Studenten letztendlich gegen das zu Beginn gewählte Fach.

Klar kann man in der gewählten Veranstaltung auch Prüfungen mitschreiben und das Gute daran ist: Besteht man sie, werden sie anerkannt; Besteht man sie aber nicht, so wird es nicht als „Fehlversuch“ gewertet. Insofern habe ich mir beim Besuch der beiden Vorlesungen keinen Druck gemacht, bin gerne einmal wöchentlich nach der Schule in die Uni gefahren.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mich der Fachbereich Jura bzw. die gewählten Veranstaltungen gut 1 ½ Semester ansprachen, mein Interesse an der Rechtswissenschaft dann aber nachließ und ich mich nach meinem Abitur wohl doch eher für den Bereich Maschinenbau oder Luftfahrtingenieurswissenschaften entscheiden werde.

Mir persönlich hat die Teilnahme an diesem Projekt „Schüler an der Uni“ sehr weitergeholfen, weil ich durch diese Chance schon im 9. Schuljahr zu der Erkenntnis gekommen bin, dass Jura wohl doch nicht das ist, was ich später studieren möchte.

Somit kann ich auch jedem anderen potentiellen Teilnehmer dieses Projektes nur Mut zusprechen, sich um die Teilnahme zu bemühen, denn hieraus kann man wirklich nur positive Erkenntnisse ziehen.

 

Erfahrungsbericht Schüler an der Universität von Niklas Scheidweiler, Sommersemester 2016 und Wintersemester 2016/17

Im Folgenden möchte ich Ihnen einen kurzen Erfahrungsbericht meiner beiden Semester an der
rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln geben, in denen ich die Vorlesungen
„Strafrecht I (AT und BT I)“ bei Herrn Prof. Dr. Waßmer und „Römische Rechtsgeschichte" bei
Herrn Prof. Dr. Avenarius besucht habe.

Meine Motivation, an dem Projekt teilzunehmen, war es, zu erfahren, ob der Studiengang
Rechtswissenschaften für meine Zukunft nach dem Abitur der Richtige sein könnte. Dies konnte Ich
dank des Projektes schon am Anfang der 9. Klasse bejahen.
Außerdem wollte ich damit verhindern, dass ich das Studium, wie circa 30-40 % aller
Studierenden, nach den ersten Semestern abbrechen muss, weil es das Falsche war.

Die Teilnahme hat mir auf jeden Fall viele Vorteile gebracht. So habe ich einen Eindruck der
Universität erhalten können, die doch große Unterschiede zur Schule aufweist, weshalb mir der
Umstieg von Schule auf Universität später vielleicht leichter fallen könnte. Man kann natürlich mit
anderen darüber reden, wie es ist, zu studieren und was sie über die Universität denken, oder man
kann etwas über den Studiengang Rechtswissenschaften lesen, aber im Rahmen des Projektes
selbst Erfahrungen zu sammeln und sich selbst ein Bild der Rechtswissenschaften zu machen
können, ist etwas ganz Anderes.
Ich konnte aber auch Klausuren mitschreiben, die ich mir in einem etwaigen späteren Studium
anrechnen lassen kann.

Zur Doppelbelastung ist zu sagen, dass diese nicht zu unterschätzen ist. Man sollte hierbei auch
nicht die An- und Abreise vergessen, im Besonderen dann, wenn man, wie ich, nicht aus Köln
kommt. Aber ich denke, dass die zusätzliche Belastung durch die Vorlesungen und gegebenenfalls
Arbeitsgemeinschaften nicht so stark ist, wenn man Spaß am Studienfach hat und gerne zur
Universität kommt.

Das Projekt hat mich in meiner Zukunftsplanung weitergebracht und ich würde zu jeder Zeit noch
einmal teilnehmen.

 

Erfahrungsbericht Schüler an der Universität von Fiona Lesaar

Mitte der neunten Klasse wurde ich von einem Lehrer auf die Möglichkeit des Schülerstudiums an der Universität zu Köln hingewiesen. Da ich mich in der Schule häufiger langweilte, kam mir dieser Vorschlag als Abwechslung vom Schulalltag sehr gelegen. Nach einigem Überlegen entschied ich mich für das Fach Jura, da es mir interessant erschien und es mich reizte, Einblicke in ein Fach zu erhalten, dass in der Schule nicht unterrichtet wird. Für die Zeit, in der ich an der Uni Veranstaltungen besuchte, wurde ich von der Schule vom Unterricht freigestellt.

Gleich von Anfang an merkte ich, dass sich das Uni-Leben in vielen Bereichen von der Schule unterscheidet. Zunächst fiel auf, dass das Studium ganz anders aufgebaut ist, als der Unterricht in der Schule. So ist die Interaktion zwischen Dozenten und Zuhörer in der Uni wesentlich geringer als in der Schule. Außerdem gibt es keine regelmäßigen Überprüfungen des Lernstandes wie beispielsweise durch Hausaufgaben. An der Uni ist vielmehr jeder selbst dafür verantwortlich, dass er den Stoff versteht und auf dem entsprechenden Stand ist. Außerdem merkte ich in den Vorlesungen, dass ich dort zusammen mit Studenten ganz verschiedenen Alters saß, und nicht wie in der Schule mit Gleichaltrigen. Anfangs war das etwas komisch, doch bald merkte ich, dass auch ich, anders als ich gedacht hatte, dort gar nicht auffiel, sondern wie ein ganz normaler Student behandelt wurde. Und wenn ich doch einmal von jemandem angesprochen wurde, so war die Rückmeldung, von Kommilitonen sowie AG-Leitern, stets positiv. Zudem erhielt ich einen Account für die e-learning Plattform der Universität, genannt ilias, auf der vorlesungsbegleitendes Material bereitgestellt wird. Des Weiteren fiel mir auf, dass das Lerntempo an der Uni wesentlich schneller war als in der Schule. So kam es vor, dass ich in anderthalb Stunden mehr Informationen erhielt als in der Schule in zwei Wochen. Allerdings empfand ich diese Tatsache als sehr angenehm, da es sich um ein Thema handelte, das mich sehr interessierte. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase, in der ich mich bei Problemen und Fragen jederzeit vertrauensvoll an die Fachstudienberatung wenden konnte, fühlte ich mich an der Universität sehr wohl und genoss den Ausgleich zum Schulunterricht.  Nachdem ich mich in der  Schule in einigen Fächern oft langweilte, bekam ich in der Uni wieder Spaß am Lernen. Hier war ich selbstständiger, konnte frei entscheiden welche Vorlesungen ich besuchen und wann, wo und wie ich lernen wollte und war nicht wie in der Schule an eine Fächervorgabe gebunden. Zudem war das Lernen niveauvoller und anspruchsvoller, in meinen Augen aber auch interessanter als in der Schule.

Das Studium gab mir die Möglichkeit mich genauer und tiefergehender mit einem Fach zu beschäftigen, dass mir wirklich Freude bereitet und in meinem Fall an der Schule auch gar nicht unterrichtet wird. Wer ein Schülerstudium in Erwägung zieht sollte sich bewusst sein, dass er, sollten die Uni-Veranstaltungen in die Schulzeit fallen, den in der Schule verpassten Stoff nacharbeiten muss. Davon sollte man sich jedoch in keinem Fall abschrecken lassen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Schülerstudium mir eher zusätzliche Motivation verschaffte, anstatt mich in meinen schulischen Aufgaben zu behindern. Zudem bietet das Schülerstudium die Möglichkeit selbst zu entscheiden, wie viel Zeit man in das Lernen an der Universität investieren möchte. Es bleibt einem selbst überlassen, ob man nur die Vorlesung oder auch eine AG besuchen möchte und ob man die Klausur mitschreiben möchte. So hat man eine gute Möglichkeit sicherzugehen, dass einem die zusätzliche Belastung nicht zu viel wird. Ich habe beispielsweise im ersten Semester nur eine Vorlesung besucht, ohne an der dazugehörigen AG oder Klausur teilzunehmen. So hatte ich die Möglichkeit,  erst einmal in aller Ruhe „Uni-Luft“ zu schnuppern ohne mir zu viel Druck zu machen. Später habe ich dann begonnen mehr Zeit an der Uni zu verbringen und Klausuren mitzuschreiben. Dass es, anders als in der Schule, nicht zwingend notwendig ist Leistungsnachweise zu erbringen, hat mir gut gefallen. Entscheidet man sich jedoch an den Klausuren teilzunehmen, so können die erbrachten Leistungsnachweise im späteren Studium angerechnet werden. Zudem zählt eine nicht bestandene Klausur im Schülerstudium nicht als Versuch und hat somit keine Auswirkungen auf die Zukunft. In jedem Fall kann ich dazu raten, es einfach mal zu probieren, da es keine bessere Möglichkeit gibt, sich schon einmal frühzeitig mit einer solchen Prüfungssituation vertraut zu machen, ohne dass dabei etwas auf dem Spiel steht. Aus meiner Sicht eine klassische Win-Win-Situation. Ganz nebenbei habe ich durch das Schülerstudium Einblicke in den Uni-Alltag bekommen und festgestellt, dass ich später in jedem Fall studieren möchte. Viele der im Schülerstudium gemachten Erfahrungen, wie beispielsweise die Nutzung der ilias Plattform, werden mir die ersten Semester sicherlich erleichtern.

Nach nun mittlerweile sechs Semestern Schülerstudium fühle ich mich an der Uni  rundum wohl. Durch das Schülerstudium habe ich wieder Spaß am Lernen bekommen und gleichzeitig viele Erfahrungen gemacht, die in der Zukunft sehr hilfreich sein werden. So habe ich mich mittlerweile entschieden nach dem Abitur ein Jura-Studium zu beginnen, eine Entscheidung, bei der mir das Schülerstudium entscheidend geholfen hat.

Erfahrungsbericht Schüler an der Universität von Dora Saal

Über die Möglichkeit an der Universität zu Köln als Schüler zu studieren erfuhr ich während der Mittelstufe durch meine Lateinlehrerin. Obwohl ich mich im Unterricht in der Schule öfters gelangweilt hatte, sah ich mich nicht in der Zielgruppe für das Schülerstudium, da ich mich nicht für ein bestimmtes Fach oder Fachgebiet interessierte. Meine Lateinlehrerin überzeugte mich in mehreren Gesprächen von den Vorteilen des Schülerstudiums und auch meine Eltern ermutigten mich, das Schülerstudium zu wagen. Auf der Internetseite des Projektes schaute ich mir die verschiedenen Fächer an: MINT, Philosophie und Rechtswissenschaften. Aus dieser Auswahl gefiel mir Jura am besten.
Bereits vor den Sommerferien am Ende der neunten Klasse gab ich meine Bewerbung ab und war ab dem Wintersemester 2015/16 Teil des Projektes „SchülerInnen an der Universität“ der Universität zu Köln. In der ersten Woche fand eine Infoveranstaltung für die Schülerstudenten aller Fakultäten statt. Am Anfang fiel es mir nicht leicht, die Räumlichkeiten und die Öffnungszeiten in den verschiedenen Gebäuden zu finden: zum Beispiel als ich vor dem Vorlesungsbeginn zur Freischaltung meines Accounts beim RRZK war, um auf die Unterlagen in ILIAS, der E-Learning Plattform, zugreifen zu können. Der Verantwortliche vom Studien- und Karriereberatungszentrum half mir bei der Auswahl des Kurses und ich meldete mich für die Vorlesung im Grundlagenfach „Einführung in die Rechtstheorie“ bei Prof. Dr. Wielsch an. Nach den Regeln des Projektes wurde ich für den jeweiligen Zeitraum der Veranstaltungen, falls diese in den Schulstunden lagen, vom Unterricht freigestellt.
Der Unterschied zwischen Schule und Universität wurde sofort am Anfang des Semesters deutlich: eine Vorlesung beinhaltete wesentlich mehr Informationen als eine Schulstunde und dies auf einem viel tiefergehenden Niveau. An der Universität fühlte ich mich manchmal überfordert und fehl am Platz: die Vorlesungen waren anstrengend und ich verstand nicht alles, da der Professor mir unbekannte Terminologie und Abkürzungen gebrauchte. Die „normalen“ Studierenden schienen sich bereits aus anderen Veranstaltungen zu kennen, während mir alle Gesichter fremd waren. Trotz allem hatte ich Spaß an den Inhalten der Vorlesung und genoss den Ausgleich zur Schule.
Am Ende des Semesters war ich der Auffassung, nicht genug gelernt zu haben, um an der Klausur teilzunehmen. Allerdings, weil bei Schülerstudenten eine nicht bestandene Klausur nicht als Fehlversuch gewertet wird, traute ich mich, die Klausur mitzuschreiben. Als ich mehrere Wochen später das Ergebnis bekam - 5 Punkte - war ich überrascht, froh und sehr stolz. Das Bestehen, auch wenn knapp, motivierte mich dazu, das Schülerstudium fortzusetzen. Ich wusste, dass ich als Schülerstudentin jederzeit während des Semesters aufhören durfte, ohne dafür Nachteile zu haben. Den Schülerstudenten ist ebenfalls freigestellt, ob sie zusätzlich zu den Vorlesungen an den Arbeitsgemeinschaften teilnehmen und ob sie die Klausur mitschreiben.
Im zweiten Semester waren mir die Abläufe bereits bekannt und das Anmelden verlief reibungslos. Ich wollte weiterhin nur an einem Tag pro Woche an der Universität sein und wählte deshalb ein Grundlagenfach: „Allgemeine Staatslehre“ bei Prof. Dr. Hobe. Die Doppelbelastung empfand ich nicht als unangenehm, sondern eher als Motivation. In der Schule lernte ich jetzt schneller und effizienter als vorher, wodurch sich meine Schulnoten verbesserten. Das Lernen an der Universität weckte meinen Ehrgeiz, als ich merkte, wie viele komplexe Inhalte es noch zu verstehen gab. In den Vorlesungen kam es öfter als in der Schule vor, dass intelligente Fragen gestellt wurden, die mich dazu bewegten, mich auch in meiner Freizeit mit dem Thema zu beschäftigen.
Zum Beginn der elften Klasse besuchte ich die Vorlesung „Römische Rechtsgeschichte“ bei Prof. Dr. Avenarius. Im folgenden Semester hörte ich „BGB/Schuldrecht AT“ bei Prof. Dr. Avenarius und Dr. Fischer; diesmal nutze ich die Freiheit, keine Arbeitsgemeinschaften zu besuchen und keine Klausur mitzuschreiben. Während meines letzten Schuljahres besuchte ich die Vorlesung „Grundrechte I“ bei Prof. Dr. Depenheuer. In diesem Semester nahm ich zum ersten Mal an der dazugehörigen Arbeitsgemeinschaft teil: das Arbeiten in einer kleinen Gruppe gefiel mir gut und half mir, die Inhalte zu verstehen. Außerdem erhielt ich einen Einblick in den Studentenalltag, weil ich in der AG Kontakt zu den „normalen“ Studierenden hatte und Gespräche mit dem Übungsleiter führte. In meiner Abiturphase hörte ich, ohne Teilnahme an der Klausur, die Vorlesung „Strafrecht I“ bei Prof. Dr. Waßmer.
Für mich war die Zeit des „Schülerstudiums“ eine durch und durch positive Erfahrung. Die Ansprechpartner für die Schülerstudenten an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät waren stets freundlich und hilfsbereit. Während der sechs Semester als Schülerstudentin habe ich sehr viel gelernt und eine selbstständige Arbeitsweise entwickelt. Außerdem habe ich mich mit einer anderen Schülerstudentin angefreundet. Nach dem Abitur setze ich meinen Weg an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät in dem Deutsch-Französischen Bachelorstudiengang fort. Die Leistungsnachweise, die ich als Schülerstudentin erhielt und vor allem eine gewisse Routine bei den universitären Abläufen werden mir den Einstieg ins Studium sicherlich erleichtern. Ich danke allen denen, die mich für das Schülerstudium begeisterten und allen denen, die dir mir das Lernen im Rahmen des Projektes „SchülerInnen an der Universität“ ermöglichten.